Der saisonale Faktor: Ein Beispiel aus der Praxis
Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Im November 2024 betrug der Heizölpreis durchschnittlich etwa 85 Euro pro 100 Liter. Im März 2025 — nach dem Winter — war er auf etwa 78 Euro gefallen. Das ist eine Abnahme von knapp 8%. Diese Bewegung ist völlig normal und saisonal bedingt. Weniger Menschen heizen, weniger Heizöl wird gebraucht, die Preise fallen.
Aber hier kommt der Kniff: Wenn man diese Schwankung nicht bereinigt, könnte man denken, dass die Inflation im März um 0,8 Prozentpunkte fällt — nur wegen der Heizölpreise. Das würde aber ein falsches Bild der tatsächlichen Preisstabilität geben. Deshalb arbeiten Statistiker mit „saisonalen Faktoren”, um diese erwartbaren Schwankungen herauszurechnen.